Geistliches Training

Andacht: Geistliches Training

Wo landet ein Gewichtheber, der anfängt, nur seinen linken Arm zu trainieren? Bestimmt nicht auf dem Sieger-Treppchen. Denn das von ihm zu stemmende Gewicht würde mit Sicherheit Schlagseite bekommen und mit Getöse zu Boden fallen. Wollte er das verhindern, müsste er also den rechten Arm verstärkt trainieren.

So ist es auch mit unserem Denken. Wenn wir uns vor allem mit deprimierenden Gedanken beschäftigen, wird in unserem Kopf eine Negativ-Struktur „eingeschliffen“. Dagegen aktiviert ein lebensbejahendes, zuversichtliches Denken eine andere Hirnregion in unserem Kopf, und dies wirkt sich auch auf unsere Gefühle aus: Sie hellen sich auf.

Wir müssen also auf unser inneres Gleichgewicht achten. Doch das ist oft leichter gesagt als getan. Wie gut, in solcher Lage um Menschen zu wissen, auf die man sich verlassen kann. Aber es ist auch gut, nicht Übermäßiges von anderen zu erwarten. In letzten Krisen sind wir doch oft auf uns allein gestellt, da erreicht uns niemand mehr. Oder doch?

In einer tiefen Lebenskrise erlebte der Psalmsänger David, wie wenig ihm Menschen helfen konnten oder wollten. Doch sein bester Freund war Gott, und von dem sagt er: „Deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen“. Das hat er ganz konkret erlebt, das hielt ihn in Form und damit lebte er auf (nachzulesen in Pslam 57). Diese Zuflucht hat ihm gut getan und ihn gerettet. Davon konnte er ein Lied singen, das uns bis heute Mut macht, auch so auf den himmlischen Vater, den Guten Hirten, zu hören und ihm zu vertrauen.