Danken schützt vor Wanken

Erntedank. Viele Kirchen erstrahlen in buntem Schmuck: Korngaben, Weintrauben, Obst in Hülle und Fülle, Brote, Säfte werden im Altarraum aufgestellt. Diese zeigen Gottes Güte, der die Menschen mit so vielem beschenkt. Und sie regen uns zum Danken an, nicht nur für das tägliche Brot, sondern auch für alles, womit Gott das Leben bereichert: Neben Nahrung und Kleidung auch gute Beziehungen in der Familie oder unter Freunden, große und kleine Erfolge im Beruf, schöne Erlebnisse und vieles mehr. Wer darüber nachdenkt, kann nicht anders als danken. Die beiden Begriffe – denken und danken - sind auch von der Herkunft verwandt. Noch mehr merkt man es am Zusammenhang von Gedenken und Danken.

Da auch ich das Danken oft vergesse, ist es mir eine große Hilfe, ein Heft mit Notizen, wofür ich danken kann, zu führen. Wenn es mir schlecht geht, schaue ich darin nach und lasse mich nicht so schnell runterziehen. „Danken schützt vor Wanken.“ Auch Psychologen raten dazu, denn diese positiven Gedanken, die einem in so einem Dank-Tagebuch entgegenspringen, bringen eine Verbesserung der Stimmung. Aber das ist nicht nur eine Hilfe zur Selbsthilfe. Auch Gott, unser Schöpfer und Geber aller guten Gaben, will, dass es uns gut geht und dass unser Leben gelingt. So kann jeder Tag zum Erntedanktag werden.