„Suchet der Stadt Bestes“: Uwe Heimowski

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Politik-Kongress "Suchet der Stadt Bestes" 13.-16.10.2022

Uwe Heimowski ist Politischer Beauftragter der Deutschen Evangelischen Allianz in Berlin. Zum Thema „Christliche Werte – fordern oder fördern?“ sagt er:
»Ja, es ist traurig. Aber es ist wahr: Christliche Werte haben es zunehmend schwerer in der Politik. Neben die klassische Familie tritt im Koalitionsvertrag der Ampelregierung die „Verantwortungsgemeinschaft“, die nicht mehr nur aus Vater, Mutter und Kindern, sondern aus einer Vielzahl von Personen bestehen soll. Das Werbeverbot für Abtreibungen (§219a StGB) wurde gekippt. Die Vokabel „christlich“ kommt im Koalitionsvertrag nicht einmal vor …
So weit, so schlecht. Aber was folgt daraus? Ich beobachte ein großes Wehklagen über den Verfall der Werte, über das Verschwinden des „C“ aus der CDU im Speziellen und der Politik im Allgemeinen, ein Abkehren vieler Christen von der Politik.
Doch ist das die Lösung? Wer das Wegbrechen christlicher Werte bedauert, der muss auch erkennen, dass sich das kaum ändern wird, wenn wir gegenüber einer zunehmend postchristlichen Gesellschaft in den Klagemodus verfallen. Wer wirklich will, dass christliche Werte umgesetzt werden, der darf sie nicht von Nichtchristen einfordern. Vielmehr müssen wir (junge) Christen fördern, damit sie in die Politik gehen. Nicht Rückzug, sondern Einzug (in die Parteien und Parlamente) muss die Antwort sein. Nur Christen können Christus bringen und für das eintreten, was IHM am Herzen liegt.
Als Vertreter der Evangelischen Allianz in Deutschland trete ich für christliche Werte am Bundestag und bei der Bundesregierung ein. Ich spreche über verfolgte Christen, über gesetzliche Notwendigkeiten, um Frauen aus der Zwangsprostitution zu befreien, oder über das Lebensrecht ungeborener Kinder. Damit das effektiv geschehen kann, braucht es viele Christen, die den „Resonanzraum“ bilden in dem sie sich in der Politik engagieren. Gemeinsam haben wir die Chance, für Jesus im politischen Raum etwas zu bewegen.
Der Krelinger Kongress „SUCHET DER STADT BESTES. Zwischen Politikverdrossenheit und gesellschaftlicher Verantwortung“ setzt genau hier an: Er gibt Einblicke in das politische Geschehen und in christliche Lobbyarbeit. Warum? Damit Christen erkennen, was zu tun ist, um das Reich Gottes auch in die Politik hinein auszubreiten. Wie wir fördern können statt nur zu fordern. Herzliche Einladung, dabei mitzuwirken!«

Weitere Mitwirkende am Krelinger Politikkongress sind:

  • Frank Heinrich, bis 2021 Bundestagsabgeordneter aus Chemnitz
  • Lars Klingbeil, Bundestagsabgeordneter des Heide­kreises und designierter SPD-Vorsitzender
  • Christine Lieberknecht, Pastorin und von 2009 bis 2014 Ministerpräsidentin in Thüringen
  • Birgit Bergmann, Abgeordnete in der Bremischen Bürgerschaft
  • Gaetan Roy, Vorsitzender netzwerk-m und dessen politischer Beauftragter auf Landes-, Bundes, EU- sowie auf UNO-Ebene
  • Christian Grewing, Gründer und Geschäftsführer von waypointer
  • Helena Müller, Projektleiterin bei waypointer
  • Andreas Jahn, Mitglied der Bundesgeschäftsleitung des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft
  • David Müller, ojcos-stiftung