Im Auge des Sturms

Andacht: Im Auge des Sturms

Ein asiatisches Sprichwort sagt: Im Herzen eines Taifuns kann ein Kind ruhig schlafen! Wenn die gefürchteten Wirbelstürme über Asien hinweg toben, müssen Schiffe oder Flugzeuge versuchen, in die Mitte des Taifuns zu gelangen. Dort ist Ruhe.

Wir leben in einer Zeit großer Stürme. Was sicher und verlässlich schien, wird hinein gerissen in den Sturm. Menschen, die sich lieben, geraten hinein in den Wirbelsturm von Entfremdung und Missverständnissen. Mann und Frau, Eltern und Kinder verstehen sich oft nicht mehr. Millionen Menschen haben ihren Mut, ihre Hoffnung und den Glauben verloren. Sie werden von einem großen Sturm verweht und finden nirgends Ruhe.

In der Bibel wird uns berichtet, wie die Jünger Jesu in einen großen Sturm geraten sind. Voller Angst und Schrecken sprachen sie zu Jesus: "Herr, hilf uns, wir kommen um! Da stand Jesus auf und bedrohte den Wind und die Wogen des Wassers und sie legten sich und es entstand eine Stille." (Luk. 8, 24).

Mit einer Handbewegung bringt Jesus die tosenden Elemente zum Schweigen und es wird mit einem Mal ganz still. Weil Jesus alle Gewalt im Himmel und auf Erden in die Hand gegeben ist, kann er auch alle Kräfte in die Schranken weisen, die uns sonst so bedrohen. Und auch dann kann er Stille und Frieden geben, wenn äußerlich alles stürmt und tobt.

Gott gab in Christus sein Herz auf die Erde und dieser Christus ist die Mitte der Welt. Das Herz des Taifuns. Und Jesus sagt: "Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch Ruhe geben." (Matth. 11, 28) Wenn wir uns an Jesus wenden, können wir inmitten der Stürme unseres Lebens Frieden und Ruhe finden.