In Gottes Hand

Andacht: In Gottes Hand

Dr. Manfred Dreytza

Nur wenige Sekunden dauerte der Tornado, der durch Großheide in Ostfriesland zog. Am nächsten Tag fragte ich einen guten Freund dort, wie es ihnen gehe. Er schrieb: „Die Feuerwehr war sofort im Einsatz. Die ganze Nacht war unser Ort im Katastrophenmodus. Einige hat es hart getroffen. Und zugleich erlebe ich eine Welle der Hilfsbereitschaft. Das Wunder dabei: Es wurde kein Mensch verletzt. Bei uns war es knapp. Es klirrte, und wir schnellten nach oben. In einem Kinderzimmer war ein Dachziegel durchs Rollo und das dreifach verglaste Fenster geflogen. Alles voller Scherben. Ausgerechnet am Abend zuvor wollten die Kinder in einem anderen Zimmer schlafen. Ich kann es noch gar nicht glauben. Das war göttliche Fügung und Bewahrung!“

Ich will Gott für solche Erlebnisse seiner Bewahrung danken. Manchmal vergesse ich es wieder. Geht Ihnen das auch so?

Wir haben diesen Schutz nicht abonniert. Im Ahrtal trauern Menschen um ihre Nachbarn und Angehörige. Wir leben in einer ungesicherten Welt trotz aller Versicherungen. Diese können die Folgen abfedern aber nicht die Schäden vermeiden.

Sicher bin ich nur in Gottes Hand. Tiefer als dahin will ich nicht fallen. Ich bleibe nicht immer vor allem Unglück verschont, aber auch dann hält mich seine Hand fest. Ihm will ich mich jeden Tag anbefehlen.

„Du kannst nicht tiefer fallen als nur in Gottes Hand, die er zum Heil uns allen barmherzig ausgespannt.“ (Arno Pötzsch)

.